Die Schola
-> Rückblick und Einzelprogramme (lat.-dt.)
Die Göttinger Choralschola cantando praedicare ist 1995 als Neugründung aus der Schola St. Paulus in Göttingen hervorgegangen. Sie ist weiterhin überwiegend für die Liturgie tätig. Sie ist eine der vielen ehrenamtlichen Gruppen der ältesten Göttinger Gemeinde St. Michael, der sie sich in Dankbarkeit verbunden fühlt, da sie dem Gregorianischen Choral regelmäßig über das Jahr verteilt eine Berechtigung im Gottesdienst zu verschaffen bereit ist. Der Schola ist aber auch daran gelegen, die dem Gregorianischen Choral eigene spirituelle Kraft und Schönheit in geistlichen Konzerten zu vermitteln. Vollkommen professionell setzt die Schola die Erkenntnisse der Gregorianischen Semiologie für die Interpretation der Gesänge um. Die Gregorianische Semiologie ist die Wissenschaft, welche die ältesten Notationen aus dem 10.Jh. auf ihre aufführungstechnischen Angaben hin untersucht.
Die Schola ist mit Frauen- und Männerstimmen besetzt. Das entspricht der historischen Situation, denn das Erklingen der Gesänge im Oktavabstand läßt sich aus den Lebensregeln der mittelalterlichen Klöster ableiten. Neue Sänger und Sängerinnen aller Konfessionen sind stets willkommen. Die Zusammensetzung der Schola wechselt ziemlich häufig, so, wie das in einer Universitätsstadt nicht anders zu erwarten ist. Deshalb arbeitet die Schola wöchentlich 2-stündig sehr intensiv und konzentriert an den Propriumsstücken für den jeweils nächsten Gottesdienst oder an Projekten, zu denen sie gebeten wird. Mit der Tendenz zum Auswendiglernen und dem Ziel höchstmöglicher Kommunikation singt die Schola sehr viel und bereitet als überwiegend eigener Auftraggeber ihre Vorhaben sorgfältig und langfristig geplant vor. Sie begnügt sich mit der unerschöpflichen Vielfalt des gregorianischen Repertoires einschließlich spätgregorianischer Schöpfungen wie den Tropen oder der für den Codex Calixtus geschaffenen Jakobsliturgie aus dem 12. Jh.
Die Schola wird geleitet von Johanna Grüger. Sie wurde 1939 in Darmstadt geboren; nach dem Studium der Botanik, Zoologie und Geologie in Göttingen erfolgte 1967 der Abschluss mit der Promotion. Es schlossen sich zwei Jahre wissenschaftliche Tätigkeit an der Universität von Minneapolis in Minnesota/USA an. 1969 begann das Familienleben mit schließlich vier Kindern.- Von 1989 bis 92 studierte sie Gregorianik bei Godehard Joppich (Musikhochschule Hannover) und bei Johannes Berchmans Göschl (St. Ottilien/München). Sie ist Mitglied der AISCGre (Internationale Gesellschaft für die Studien des Gregorianischen Chorals) und nahm eine Übersetzung der Semiologia Gregoriana von Eugene Cardine ins Deutsche vor, die 2003 in der Edition Solesmes erschienen ist (ISBN 2-85274-049-4).
Seit 2010 wird die Arbeit der Schola von pro cantu - Verein zur Förderung der Gregorianik e. V. unterstützt.
Fünfte von links: Johanna Grüger (Bildrechte: Lela Ahmadzai)
Rückblick und Einzelprogramme mit lat.-dt. Text (Auswahl):
- 2010: 22.08.2010 Kloster Mariensee: „Dich kommen sehen und singen“ (PDF 140 KB) und Pressebericht (PDF 550 KB)
- 2009: Gregorianik-Choralwerkstatt 06.-08.03.2009 Göttingen Tischvorlage (23 Seiten mit Abbildungen) als PDF-Datei (5,0 MB)
- 2009: 02.02.2009 Göttingen St. Paulus: Gregorianische Gesänge vom Fest der Erscheinung und der Darstellung des Herrn (PDF 235 KB)
- 2006: Festschrift „25 Jahre Gregorianik in Göttingen“ (Auszug, Seiten 1-2 und 17-43; PDF 4,9 MB)
- 2006: 17.11.2006 Marburg: Vespergottesdienst zur Eröffnung des Elisabeth-Jahres (PDF 65 KB)
- In dedicatione ecclesiae (PDF 140 KB)
- 2005: 09.06.2005 Lehnin und 11.06.2005 Marienfelde: Urbs beata Ierusalem (PDF 270 KB)
- 2003: 07.09.2003, Sonntag (Tag des offenen Denkmals), 21.00 Uhr, Herford, St. Jakobi: Programm (PDF 88 KB)
- 2003: 11.05.2003, Stift Fischbeck (Foto): Pressespiegel und Programm Urbs beata Ierusalem (PDF 270 KB)